FAQ · Imagefilm Wissen
Imagefilm drehen Kosten, was am Set wirklich Geld kostet
Die Drehtage sind die teuerste Position im Imagefilm Angebot. Wer das versteht, versteht auch, warum ein zweiter Drehtag oft günstiger ist als der erste und warum sich Bündelung lohnt. Diese Page erklärt, was am Set konkret Geld kostet und wie sich die Drehkosten zusammensetzen. Für die Gesamtkalkulation eines Imagefilms siehe die ausführlichere Übersicht unter Imagefilm Kosten berechnen, und wo die Drehkosten in der gesamten Preisrange landen, zeigt unsere Preisübersicht mit Live Kostenrechner.
Was ein Drehtag bei imagefilme.com kostet
Ein klassischer Imagefilm Drehtag mit RED Cinema 6K, kompakter Crew und Standortdreh in Deutschland liegt netto bei rund viertausend bis siebentausend Euro. Diese Spanne umfasst Crew, Equipment Miete, Versicherung und Anfahrt im Inland. Bei aufwendigeren Produktionen mit FPV Drohne, Reinraum Anforderung oder größeren Crews wird der Drehtag teurer. Bei einfacheren Setups mit Interview Format und einer Location günstiger.
Ein Drehtag ist nicht einfach acht Stunden Kamera. Vor und nach jedem Dreh stehen Vorbereitung und Abbau, Briefing und Debriefing, Equipment Check und Materialsicherung. In Summe sind das oft elf bis vierzehn Stunden Crew Zeit, die in jedem Drehtag eingepreist sind.
Was die Crew kostet
Eine kompakte Cinema Crew besteht aus drei bis fünf Personen. DOP (Director of Photography), Producer am Set, Lichtassistent, gegebenenfalls Drohnenpilot und Tonmann. Bei komplexen Produktionen ergänzen wir um Set Designer, zweiten Kameramann, Maskenbildner oder Continuity. Bei Industrieproduktionen kommt ein Sicherheitsbeauftragter und ein zusätzlicher Funkkanal Koordinator dazu.
Jede Person hat einen Tagessatz, der sich aus Erfahrung, Verantwortung und Marktpreis ergibt. Wir arbeiten mit einem festen Stamm an erfahrenen Crew Mitgliedern, ergänzt um externe Spezialisten wie die Tesla FPV Crew bei Industriefilmen oder Aerial Coordinators bei aufwendigen Drohnenflügen. Die Tagessätze unserer Stammcrew liegen zwischen achthundert und zwölfhundert Euro brutto pro Person. Spezialisten kosten mehr.
Wer mit einer kleineren Crew dreht, spart pro Drehtag deutlich. Diese Bündelung ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Use Case und die Anforderungen es erlauben. Ein Industriefilm ohne Lichtassistent in einer schwierigen Werkshalle ist meistens ein Fehler.
Was Equipment kostet
RED Cinema 6K ist unser Standardpaket. Eine Cinema Kamera, Cinema Objektive (Primes oder Zoom), Filterset, Stativ, Gimbal, Funkmonitor, Recorder und alle nötigen Akkus und Speicherkarten. Diese Ausstattung kostet im freien Verleih mehrere hundert Euro pro Tag. Wir besitzen das Equipment komplett selbst und kalkulieren entsprechend ohne externen Aufschlag.
Zusätzliches Equipment: Drohne mit Pilot, FPV Drohne mit Pilot, größeres Lichtpaket, zweite Kamera, Slider oder Dolly, Spezialobjektive wie Probe oder Anamorphic. Jedes Zusatzequipment hat einen klaren Tagespreis im Festpreisangebot.
Was die Location kostet
Eigene Locations beim Kunden kosten nichts extra, abgesehen von eventuellem Aufwand für Strom, Schutzboden oder Sicherheitsausrüstung. Externe Locations werden zusätzlich kalkuliert. Hotelkonferenzräume, Studio Setups, Eventlocations, öffentliche Plätze mit Drehgenehmigung. Die Bandbreite reicht von hundert Euro für einen einfachen Hintergrund bis mehrere tausend Euro für eine bekannte Filmlocation.
Bei imagefilme.com beraten wir Kunden offen, ob eine externe Location wirklich nötig ist. Oft liefern die eigenen Räume des Kunden bessere und authentischere Bilder als ein Studio. Authentizität ist im Cinema Standard ein Wert, der sich selten ersetzen lässt.
Was Anfahrt und Logistik kostet
Bei Drehs im Saarland und im Umkreis Saarlouis bis Saarbrücken sind Anfahrt und Logistik im Festpreis enthalten. Wir wohnen in Ensdorf, die Reichweite beträgt unter dreißig Minuten in jeden Punkt der Region.
Bei deutschlandweiten Anfragen kommen Reisekosten, Übernachtungen und Anfahrtszeit dazu. Wir kalkulieren diese transparent im Angebot. Eine Crew Reise nach München mit Equipment, Hotel und Tagesspesen kostet zusätzlich rund tausend bis zweitausend Euro pro Tag, abhängig von der Crew Größe.
Bei internationalen Produktionen kommen Carnet ATA für Equipment Transport, lokale Service Producer, Visa und Versicherung dazu. Beispiele aus unserem Portfolio: Becker Mining Südafrika, Wundrwatch Thailand, Rotho Babydesign Italien. Mehr unter Industriefilm.
Wo der Spareffekt liegt
Wer Drehtage bündelt, spart deutlich. An einem Drehtag können wir oft drei oder vier Sequenzen drehen, die später in unterschiedliche Filme oder Cut Downs fließen. Ein guter Producer plant das Drehbuch so, dass ein Drehtag mehrere Use Cases bedient. Das ist eine Aufgabe der Konzeptphase, nicht des Drehs.
Ein typisches Beispiel: ein Hauptfilm in 2 Minuten Länge, plus ein 60 Sekunden Cut für Social Media, plus ein 30 Sekunden Hero Loop für die Website. Alle drei aus demselben Drehmaterial, mit einem zusätzlichen Recruiting Schnitt, der einzelne Mitarbeiter Statements ausspielt. Aus zwei Drehtagen entstehen vier eigenständige Filme. Diese Effizienz ist nur möglich, wenn das Konzept entsprechend angelegt ist.
Was schwer kalkulierbar bleibt
Manche Faktoren lassen sich vor dem Dreh nur schätzen. Wetter bei Outdoor Drehs, spontane Wartezeiten in Produktionsbetrieben, Verzögerungen bei Schauspielern oder Kindern, technische Pannen mit anschließendem Workaround. Bei imagefilme.com kalkulieren wir solche Risiken implizit ein, indem wir Drehtage großzügig genug planen, um nicht in Stress zu geraten.
Wenn dennoch ein Drehtag wegen Force Majeure abgebrochen werden muss, sprechen wir das offen mit dem Kunden. In der Regel verlegen wir auf einen Ersatztermin ohne Mehrkosten, wenn die Ursache auf unserer Seite lag. Bei externen Faktoren wie Wetter oder Drehgenehmigung sind die Mehrkosten Verhandlungssache.
Wie viele Drehtage braucht ein Imagefilm wirklich
Ein Kurzfilm bis 60 Sekunden braucht meistens einen Drehtag. Ein klassischer Imagefilm bis 2 Minuten braucht ein bis zwei Drehtage. Ein detaillierter Markenfilm mit mehreren Standorten oder Schauspielern braucht drei oder mehr.
Wer auf zwei Drehtage geht, wenn drei nötig wären, bekommt am Ende einen Film, der genau zwei Drittel der erwarteten Wirkung hat. Drehzeit lässt sich in der Postproduktion nicht zurückholen. Lieber einmal sauber drehen als hinterher Kompromisse aus zu wenig Material zaubern.
Häufige Fragen
Was kostet ein halber Drehtag
Wir bieten halbe Drehtage selten an, weil der Aufbau und der Abbau gleich viel Zeit braucht. Ein halber Drehtag bringt selten den halben Preis. Wenn der Dreh in zwei Stunden zu schaffen ist, kann er manchmal mit reduzierter Crew als Sondertarif kalkuliert werden, aber das ist die Ausnahme.
Können wir am Wochenende drehen
Ja, gegen Mehrkostenaufschlag von typischerweise zwanzig bis dreißig Prozent für Wochenend Arbeit. In Industrieproduktionen, die nur am Wochenende drehen können, ist das auch der einzige machbare Weg.
Was passiert, wenn wir einen Drehtag verschieben müssen
Bis zwei Wochen vor Drehbeginn kostenfrei. Innerhalb von zwei Wochen abhängig von der bereits gebuchten Crew. Wenn die Crew schon andere Termine geblockt hat, fallen Stornogebühren an, die wir transparent ausweisen.
Wir wollen mehrere Filme an einem Tag drehen
Sehr gut. Das ist häufig der effizienteste Weg, um einen Drehtag wirtschaftlich zu nutzen. Wir entwickeln Konzept und Drehplan so, dass ein Drehtag mehrere Use Cases bedient.
Können Sie auch nur Equipment vermieten
Nein. Wir vermieten Equipment nicht separat. Unsere Produktionen sind Cinema Standard als Komplettleistung von Konzept bis Master.
Drehen Sie auch ohne Konzeptphase, wenn wir selbst ein Drehbuch haben
Selten. Auch wenn ein Drehbuch vorliegt, prüfen wir es in einer kompakten Konzeptphase auf Drehtauglichkeit, Tonalität und Wirkung. Ohne diese Prüfung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass am Drehtag Lücken auftauchen.
Wer den nächsten Schritt machen will, startet mit einer Angebotsanfrage. Im ersten Telefonat klären wir Drehtage, Crew Größe und Locations.